Transalp 2013 (Trans Tirolis), Etappe 7

Transalp 2013 (Trans Tirolis), Etappe 7

Etappe Start / Ziel Fahrzeit [hh:mm] Länge [km] V [km/h] Höhen + [m] Höhen – [m]
Tag 7 Weerberg – Innsbruck 05:31 49 5,3 1145 -1435

Den siebten Tag haben wir normalerweise als Reserve in der Hinterhand. Für Schlechtwetter, gröbere Pannen oder sonstige widrige Umstände. Da wir in dieser Woche ein Jahrhundert Wetter hatten, können wir Tag Nr. 7 als weitere Etappe einbauen. Also improvisieren wir schnell eine weitere Etappe. Wir starten wieder gut gelaunt nach ausgiebigem Sportlerfrühstück und verabschieden uns vom Weerberg. Hier hat es uns gut getaugt. Nach letzter Info vom Haus-Chef, gibt es zwei Hängebrücken auf die andere Talseite Richtung Kolsassberg. Wir nehmen nach Beschreibung die vordere Hängebrücke. Wir wollen keine unnötigen Höhenmeter machen heute. Wir biegen also auf eine Schotterweg ein und weiter in Richtung Brücke. Denkste. Nach wenigen Metern hört der Weg in einem Feld auf und im ersten Moment ist nicht wirklich ein Weiterkommen erkennbar.

Kompletter Verfranser, was ist jetzt los? Zehn Augen finden nicht wirklich den Ausstieg aus dieser Situation. Ich beschließe auf den Jägerstand zu klettern um vielleicht aus höherer Perspektive etwas zu erkennen.

No way, also wieder zurück und weiter raten. Zufällig sehe ich eine ältere Dame aus dem Wald heraus kommen und dann dem Waldrand entlang schlendern. Nach kurzem Gespräch holen wir uns die notwendige Info von der Dame. Es geht ein schmaler, versteckter Pfad weiter, den du nur als Local bzw. Insider wissen kannst. Also weiter über einen tollen Trail. Teilweise (für uns) heftig, also Schiebemodus.

Macht aber nichts, ist trotzdem interessantes Terrain. Wir hatten es fast nicht geglaubt, aber wirklich, eine “Hängebrücke”. Übersetzen und weiter Richtung Kolsassberg.

Wieder geht es recht flott über gut gepflegte Waldwege und Asphaltbandln Richtung Tal. Von Kolsass nach Wattens neben der Bundesstrasse. In Wattens besuchen wir noch den Mountainbiker, denn ich benötige eine neue Kette.

Am Schloss Rettenberg vorbei und Vollgas ins Tal

In Volders biegen wir von der Bundes links ab und begeben uns auf bekannte Pfade. Es geht den Kleinvolderberg hoch. Es geht nochmals ordentlich in die Beine heute. Bei Windegg biegen wir wieder aufs Asphaltbandl ein und kämpfen den nächsten steilen Anstieg zur Glucksnerhütte rauf.

Dort vorbei und wieder auf Schotter in den Wald hinein. Endlich wieder Schatten. Weiter Richtung Halsmarter. Wir biegen auf den Verbindungsweg zur Rinner Alm ein. So richtig Bock hat mittlerweile keiner mehr. Als wir auf den Abzweig zur Rinner kommen, sind wir alle erleichtert. Hier lassen wir es uns zum letzten mal RICHTIG gut gehen. Die Nudeln, der Salat und die Saftln fahren exzellent ein. Bei der Nachspeise lassen wir die Woche bei ausgestreckten Beinen im Chillmodus Revue passieren. Gelächter erfüllt den Gastgarten.

Mit voller Wampe bitten wir um ein Gruppenfoto bevor es die letzten Kilometer über Rinn, Judenstein, Aldrans in die Heimat geht. Beim Schloss Ambras wird nochmals gegenseitig über die gelungene Runde gratuliert und letztmalig Hände geschüttelt bevor jeder die letzten Meter heim bügelt.

Nochmals die Tourdaten zum Genießen.

So jetzt aber wirklich Ende Gelände!

Fuzzi, Juli 2013


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